Warum wir die Originalsoftware immer sichern
Die Kurzantwort
Ja. Eine Softwareoptimierung ist keine Einbahnstraße – vorausgesetzt, Ihre Originalsoftware wurde vorher gesichert. Genau das ist bei uns der erste Arbeitsschritt, noch bevor eine einzige Kennfeldänderung passiert. Hier steht, wie die Rückrüstung abläuft, wann sie sinnvoll ist und was dabei nachweisbar bleibt.
Wie funktioniert die Rückrüstung?
Wir spielen den gesicherten Originalstand wieder auf das Steuergerät – technisch derselbe Vorgang wie die Optimierung, nur in die andere Richtung. Der Aufwand entspricht dem ursprünglichen Weg: Was per OBD aufgespielt wurde, geht auch per OBD zurück; ein Bench-Fall braucht wieder den Ausbau.
Wann brauche ich das?
Am häufigsten vor der Rückgabe eines Leasingfahrzeugs, vor einem Verkauf oder wenn ein Werkstattbesuch ansteht, bei dem der Originalzustand erwartet wird. Manche Kunden rüsten auch zurück, weil sie das Fahrzeug wechseln – und lassen den neuen Wagen anschließend neu abstimmen.
Ist danach nichts mehr nachweisbar?
Doch. Moderne Steuergeräte protokollieren Programmiervorgänge, und dieser Zähler bleibt in der Regel bestehen. Die Software entspricht nach der Rückrüstung wieder dem Originalstand, die Tatsache einer früheren Programmierung ist damit aber nicht gelöscht. Wir sagen das offen, weil Sie es vorher wissen sollten.
Vor jeder Optimierung lesen wir den Auslieferungsstand Ihres Steuergeräts aus und legen ihn ab. Das kostet ein paar Minuten und ist der Unterschied zwischen einer umkehrbaren Maßnahme und einer endgültigen. Wer diesen Schritt überspringt, spart Zeit – und nimmt Ihnen jede Rückfahrkarte. Fragen Sie jeden Anbieter danach, bevor Sie ein Fahrzeug übergeben.
Wenn zwischendurch ein Update kam
Spielt der Vertragshändler zwischenzeitlich ein Software-Update auf, wird Ihre Optimierung dabei in der Regel überschrieben – das Fahrzeug fährt danach wieder im Werkszustand des neuen Stands. In dem Fall spielen wir Ihre Abstimmung einfach erneut auf. Sagen Sie uns am besten vorher Bescheid, wenn ein Werkstatttermin ansteht.
Rückrüstung bei freigeschalteten Steuergeräten
Bei Fahrzeugen mit werksseitig verriegeltem Steuergerät (Bosch MG1/MD1, ab etwa 2020) ist zu unterscheiden: Die aufgespielte Optimierung lässt sich zurücknehmen, die Freischaltung selbst bleibt bestehen. Ein Update beim Händler setzt das Steuergerät nicht wieder in den gesperrten Zustand zurück. Praktisch heißt das: Sie können jederzeit zwischen Originalstand und Ihrer Abstimmung wechseln, ohne die Freischaltung neu zu bezahlen.

